Jahreskreisfeste

Ein 3-stündiger Workshop nach keltischer Tradition

Leitung, Anmeldung und Information: Anne-Rose Bechtel

Termine 2017:

Sonntag, 17.9.: Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

Sonntag, 29.10.: Samhain

Sonntag, 17.12.: Wintersonnenwende

Spende erbeten

Anmeldung bei Anne-Rose Bechtel, anne.bechtel[at]t-online.de

Diese Feste nach keltischer Tradition bringen uns mit dem Wissen unserer Ahnen in Verbindung. Sie geben uns mit und in der Natur die Kraft für inneres Wachstum und bringen uns bewußt ins Leben und in die Transformation.

Die jeweiligen Jahreskreisfeste werden kurz vor dem anstehenden Termin unten beschrieben.

Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

Termin: 17.9.2017 17.30 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Früher war jedes Fest verbunden mit Himmel und Erde, den Traditionen unserer Ahnen und den feinstofflich wirkenden Kräften der Natur. Auch bezogen die Menschen den Stand von Sonne und Mond, sowie den der Sterne und die Bewegung der Erde mit ein. Die Jahreskreisfeste geben uns die Kraft und die Möglichkeit uns wieder neu zu besinnen und bewußt und klar uns dem Leben hinzugeben. 
Der  abnehmende Mond steht an einem Löwentag. Ein idealer Tag zum Haareschneiden. So kann sich die Haarstruktur wesentlich verbessern. Fettiges und schuppiges Haar verschwindet zusehends, auch der Haarausfall verlangsamt sich, wenn die Haarpflege regelmäßig an Löwetagen vorgenommen wird. Ich habe das jahrelang mit einer speziellen Friseurin  praktiziert und bin sehr zufrieden damit. Auch laden solche Tage zu Ausflügen in die Natur ein. (Machen wir). An diesem Tag wirkt auch die Eiweißaufnahme besonders gut auf den Organismus, fördert den Zellaufbau und stärkt physische Kraft sowie geistige Energie. 
Da ich von einer Fortbildung komme, kann ich euch erst um 17.30 Uhr empfangen. Wir laufen gleich hoch zu unserem Platz und beginnen mit dem Ritual. 
Ich wünsche mir, daß eine Frau die Elemente ruft, eine andere die Herbstgöttin. Die kopierten möglichen Texte gebe ich euch. Dann könnte eine Frau ein Herbst- oder sonstiges Rituallied mit uns singen, z. B. Bunt sind schon die Wälder o.ä. 
Vom Festtermin her steht die Sonne noch in Jungfrau. So könnte eine gegenseitige Wohlfühlrunde, wo jede sich von einer anderen etwas Gutes wünschen kann wie ein Lied, eine Massage, ein Gebet oder einen Segen, kann hier für die dunkle Zeit stärken, ebenso wie das Wirken eines Kraftgegenstandes. 
Im Märchen finden wir den Apfelbaum als Herbstsymbol. Die reifen Früchte wollen gepflückt werden. Im Herbst wechselt die Göttin, die Herbst-Holla, ihre Erscheinung von Fruchtbarkeit in Kargheit, von Buntheit in Eintönigkeit. Bei der Ernte wird Holla ein Dankopfer gebracht. Übersetzen wir die Symbolsprache unserer Märchen und Mythen, erfahren wir ein Stück Geschichte aus unserem Kulturkreis. Der Bräuche gibt es noch viele. Der September löst intensive Trennungsgefühle aus. Wut kann das erste verfärbte Blatt auslösen, eine Reaktion auf das Wissen, dass wir den Sommer bald hergeben müssen. Der Demeterkult vor ca. 3 500 Jahren wurde im Herbst von eingeweihten Frauen gefeiert. Diese überlieferte Demeterverehrung hinterließ Spuren, die auch zu Holla führten und noch immer von Kosmos und Natur beeinflußt sind. In Spinnstuben und bei verschiedenen Flachsarbeiten feierten die Frauen ihre Göttin. Die Frauen stellten Nahrung und Kleidung her, in ihrer Arbeit vertreten sie die Göttin. Mit der Abnahme des Flachsanbaus Ende des 19. Jahrhunderts gingen auch Bräuche und Sitten rund um den Flachs langsam verloren. 

Samhain

Termin: Sonntag, 29.10.2017 17 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de
Telefon: 06122 / 8414 

Es ist wieder soweit - das nächste Jahreskreisfest steht vor der Tür: Das Ahninnenfest findet statt.

Ein paar grundsätzliche Gedanken dazu hier: Das Dunkelheitsfest steht dem Fest des zunehmenden Halbmonds, Walpurgis, gegenüber als achtes Fest im Jahreslauf. Es ist das dunkelste Fest von allen, und mit ihm beginnen die dunkelsten Wochen des Jahres, ehe mit dem Fest der Wintersonnenwende die Geburt des neuen Lichtes gefeiert werden kann. Im angelsächsischen Kulturraum wird es als Halloween gefeiert, in unserem Kulturraum sind das die Tage Allerheiligen und Allerseelen. Die Keltinnen rechneten das Jahr von diesem Zeitpunkt an - womöglich liegt die Betrachtung dieses Festes als "Hexen-Neujahr" hier begründet. Pflanzen, die auch Wolf-Dieter Storl z. T. hier zuordnet, sind die Eibe, das Rohr, die Tollkirsche, Tanne, Mistel, sowie Stechpalme. In den Neumondnächten der kalten, neblig trüben Novemberzeit endet die helle Jahreshälfte. Die Sonne steht nun im Skorpion. Sie ist schwach und kalt. Im unterirdischen Reich des schwarzen Gottes Samain herrscht nun die Todesgöttin und hütet die Seelen Verstorbener, die schlafenden Samen und die im Winterschlaf erstarrten Tiere. In den keltischen Gegenden Britanniens wird noch immer ein Samainfeuer entfacht, Kerzen werden in ausgehöhlte Rüben und Kürbisse entzündet. Die Wohnung muß blitzblank sein und Speisen für die Verstorbenen hingestellt werden. Die besondere Nähe und Zugewandtheit der Geistwesen gerade zu dieser Zeit machen das Fest zu einem ganz besonderen Zeitpunkt, um zu orakeln, Kartenlegen, Verbindung zu den Geistwesen aufzunehmen. Ein weiterer Aspekt des Festes erschließt sich aus seiner Verbindung zum Naturkreislauf: nach der Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die Pflanzen und sterben ab. Alles vergeht jetzt bis auf den Samen, der den neuen Kreislauf in sich birgt. Vor der zunehmenden Kälte hat sich die Lebenskraft in das Innerste zurückggezogen. So ist das Fest auch für uns das Zeichen, uns vor der Kälte und Dunkelheit in unser Innerstes zurückzuziehen, um dort unsere Kräfte zu sammeln für künftige Neuentfaltung.
Für das Gelage nach dem Ritual bringt bitte Speisen aus Gemüse, Milch oder  Hirse mit. Ein Bild einer Verstorbenen, die euch viel bedeutete und von der ihr evtl. auch  erzählen  wollt. Überhaupt sind eurer Kreativität, d. h., was ihr zum Fest beitragen wollt, keine Grenzen gesetzt.

Ich freue mich schon auf euch.

Wintersonnenwende

Termin: 17.12.2017 16 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Wintersonnenwende - die längste Nacht des Jahres - stellt unsere psychologische Toleranz für Dunkelheit gründlich auf die Probe. Dies ist eine Zeit der Visionen. So wie die Dunkelmondin jeden Monat, bedeutet auch die Wintersonnenwende nicht nur pechschwarze Nacht, sondern auch der Beginn von etwas, das sich im kommenden Jahr entfalten wird. Wir bitten um eine Zukunft, die wir uns vorerst nur vorstellen können.Im Hohen Norden, wo dieses Winterdunkel täglich fast vierundzwanzig Stunden dauert, haben in alten Zeiten Ritualpriesterinnen, genannt "Volvas", Orakelbräuche entwickelt, die sie "Seidr"nannten, ein Wort, das soviel wie "Platz" oder "Sitzung" bedeutet. Skandinavische Seherinnen bewirkten von ausgewählten, erhöhten Plätzen aus, Zukunftsprophezeiungen.
Formuliere einen Herzenswunsch, dessen Erfüllung du 2017 erleben möchtest. In unserem Feuer feiern wir das  Licht, das in diesem Augenblick extremster Dunkelheit geboren wird.

Indem wir die Jahresfeste feiern, bestärken wir das uralte Verständnis unseres Seins in dieser zyklischen Realität, in der nichts wirklich stirbt im Sinne des linearen Denkens, jedoch alle Dinge wiedergeboren werden in neuen Formen als Ausdruck eines neuen Kreislauf. Grotten, Höhlen, Gewässer waren heilige Orte, Geburtsorte. Die Aufspaltung der Winterholle zeigt Lucia, später Maria, als Lichtgebärerin und Lichtbringerin. Auf die Hexe ist alles Dunkle, Dämonische der Winternatur übertragen worden. Das Fest der Lucia fiel nach dem Volksglauben im Mittelalter und nach der astronomischen Jahresberechnungen des 15. Jahrhunderts auf den 13. Dezember als Mittwintertag. Der Name Lucia ist von lux (Licht) abgeleitet. Das Licht, die Sonne, stirbt und wird mit der Wintersonnenwende wiedergeboren.
Sonja Rüttner-Cova  erinnert an die Goldmarie in "Frau Holle", mit der Spindel und goldüberflutet kehrt sie aus dem Dunkel zurück ins neue Licht.

Zwölf Nächte dauerte dieses Fest, schreibt Wolf-Dieter Storl und fährt fort: In diesen Raunächten wurden Haus und Stall mit duftenden, Heil bringenden Kräutern - Beifuß, Wacholder, Mariengras, Tannenharz- ausgeräuchert. Während dieser Zeit traten auch maskierte Hirschtänzer auf. Sie trommelten und stampften Botschaften an die Erdgöttin und den Hirschgott Cernunnos, der in er Tiefe das Leben erneut anregt. Dieser Gott erscheint noch heute als Nikolaus oder Samichlaus mit einem von Rentieren gezogenen Schlitten. Die keltischen Pflanzen der Wintersonnenwende sind Mistel, Stechpalme und Beifuß. Die Tanne, unter der wir noch heute die Krippe mit dem Christ- oder Sonnenkind aufstellen, ist der Baum dieser Weihenächte.
Wir werden um 16 Uhr ein kleines Boot bauen,( bringt bitte Teelichter mit) das unsere Botschaft weiterträgt im Fluß. Ich werde, nach Luisa Francias Magischem Kochbuch, einen Polenta-Auflauf mit Eßkastanien und frischen Pilzen bereiten. Sie schreibt, dieses Gericht verkörpert die herbe, dunkle Kraft der wilden Göttinnen. Ihr könnt ein kleines Geschenk mitbringen, das wir dann aus einem Korb ziehen werden. Ebenso bringt eine Spende für SIRONA mit.

Mehr bei Anmeldung.

Lichtmess am 5.2.2017 um 17 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

 

Jede von uns ist auf einer tieferen Ebene eine Freundin der anderen, die uns nicht mehr als ganz Fremde begegnet, sondern als erweiterte Form unseres "Selbst". Wenn es der anderen gut geht, dann geht es auch mir gut. Nach diesem Prinzip konnte in dieser kurzen Zeit von 3 Milliarden Jahren eine erstaunliche Vielfalt und Komplexität der Lebensformen entstehen. Leben ist möglich, deshalb ist auch Frieden möglich. Frieden bedeutet, dieses Paradigma des Lebendigen auf der Ebene der menschlichen Gesellschaft weiterzuführen. Frieden ist eine Kunst. Das Andersartige muß toleriert und voll respektiert werden. Die Verschiedenheit der Kulturen ist eine Quelle des Reichtums. Durch das was uns erstaunt, werden wir reicher.

    Hans-Peter Dürr, in "Warum es ums Ganze geht" 

 

Es geht um Lichtmess am Sonntag, 5. Februar 17 Uhr. Wer Zeit und Lust hat, kann gerne schon um 15 Uhr kommen, z. B. um von den Raunächten zu berichten und die momentane Verfasssung zu eruieren. Von der Sonnenstellung her haben wir immer Sonne in Wassermann, d. h., die Sonne gibt Kraft für bewusstes Schreiben, Dichten, Anrufungen, Austausch. Es ist aus astrologischer Sicht kein Wunder, dass Brigid neben der Göttin der Schmiede auch die Göttin der Dichtkunst, des scharf geschliffenen Wortes ist. Der Mond steht an diesem Tag im Sternkreiszeichen Stier, ein zunehmender Mond, Schulter, Arme und Hände aufbauend und stärkend. Die Distanz zum Vollmond ist kurz, also verstärkte Wirkung. Wir sollten unbedingt nach der Trance und Visionssuche malen! Vielleicht kann eine Frau einen guten Duft für diese Zeit mitbringen. Das zentrale Thema von Lichtmess ist ja Reinigung und Vision. Ein gemeinsamer bewußter Kleiderwechsel. Wir kommen in schwarzer Kleidung und weißer Unterwäsche, es gibt ein bewusstes Umziehen und Reinigen mit kaltem Wasser. Danach ziehen wir uns ganz weiß an. Der Übergang von der dunklen zur weißen Zeit wird so deutlich spürbar (ich habe mehrere weiße Kleidungsstücke zu verleihen). Zusätzlich können wir gemeinsam saunieren bei uns. Was haltet ihr davon? Wenn ja, könnten wir ein Ritual in Haus oder Garten abhalten, je nach Witterung. Orakelkarten: Ein gemeinsames Mischen und Auslegen, alle ziehen ihre Karte, decken sie gemeinsam auf. Dann ziehen wir uns mit der Karte zur Meditation zurück bevor wir in einen offenen Austausch darüber kommen. Luisa Francia empfiehlt in ihrem Magischen Kochbuch zu Lichtmess Reismus mit Zwetschen. Das kann ich euch servieren. Wenn ihr früher kommt, könnt ihr Kekse oder Kuchen mitbringen. Für das Abendessen was kleines Deftiges. Ich freue mich auf eure Rückmeldung.

Frühjahrstag- und nachtgleiche

Termin: 19.3.2017 17 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Obwohl die Natur immer mehr und mehr erwacht, ist der Winter noch nicht "besiegt" und die luftige Vision vom Februar ist ein zartes Pflänzchen, was noch gehegt und gepflegt werden muß. 

 In dir ist Frühling
 alles drängt hervor
 neu zu werden
die Sehnsucht treibt dich
die Neugier setzt Knospen an
für Blüte und Frucht
deine Wurzeln genießen
die Mütterlichkeit der Erde
und stillen deinen Hunger
mit lebendier Nahrung
nicht mehr fürchte die Stürme
vertraue deinen Wurzeln
nicht mehr fürchte die Kälte
kenne deine Leidenschaft
in Gewißheit
des fruchtbaren Schoßes
von Mutter Erde.

Info Anne.Bechtel @t-online.de
06122-8414 

WALPURGIS

Termin: Montag, 1. Mai 2017

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Hexennacht - Nacht der Zaunreiterinnen! Dieses Mondfest gehört zu den beliebtesten Ritualen. Die Sonne steht zum Zeitpunkt des Festes mitten im Sternzeichen Stier. Die zunehmende Halbmondin steht im Sternzeichen Löwe. Weißdorn und Weide sind die Bäume des Maifestes mit volkstümlichen Tänzen um den Maibaum. Es weist eine lange Tradition auf. Das Feuer knistert in den Farben der Lebensenergie und -freude orange, rot oder ganz bunt, wie ihr wollt. Unsere weibliche Spiritualität öffnet die Sinne für den Duft der Blüten. Schließe die Augen und suche die rote Göttin in dir: Sie wartet darauf geweckt zu werden und ihren Tanz zu tanzen. Wir singen und springen, wir tanzen ums Feuer, wir Hexen wir feiern die Lebenslust mit Zauberkraft.Jede Frau bringt etwas für das gemeinsame Mahl mit. Wir werden zu einem alten Kultplatz laufen, dort feuern, ein Ritual abhalten, rassseln, trommeln, Tarotkarten und beim gemeinsamen Essen Resumee ziehen. Wer ein Jahreskreisfest feiert, achtet und ehrt Mutter Erde, verbindet Menschen miteinander und mit der Natur.

Sommersonnenwende

Termin: 25.6. 17 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Einladung  zur Sommersonnenwende auf einem alten keltischen Baumhain.

Es war Brauch, die Blüten des Hollers zu backen und zu essen, um so das ganze Jahr über vor Krankheiten geschützt zu sein.  In der mythischen Vorstellung leben unter dem Hollunder die Verstorbenen. So offenbart der Holler als Attribut der Göttin ihr zyklisches Wesen. Im druidischen Baumkalender der Kelten ist er der 13. und letzte Baum  im Jahreskreis. Der Brauch des Mittsommerfeuers ist heute noch weit verbreitet. Das
Sonnensymbol des Feuers ist Sinnbild für Läuterung und Reinigung. Im Holle-Märchen symbolisiert der Backofen die Sommerseite der Göttin. Die Getreidefelder mit ihren leuchtenden Farben haben das Bild der Sommergöttin mit dem üppigen goldenen Haar als Schmuck geprägt. Es war für die Alten Sitz der Kraft, des Lebens und der Seele. In einem
homerischen Hymnos wird die Verknüpfung von Haar, Fruchtbarkeit und Getreide angedeutet: "Preisen will ich Demeter Schönhaar, sie die erhabne Göttin". Die Sonne tritt in das Sternzeichen Krebs ein, der zugeordnete Baum ist die Eiche. Die Farben sind vor allem ROT. Das Johannakraut, auch Hartheu genannt, hat seine höchste Heilkraft. Wir feiern das Fest der vollen Entfaltung der Pflanzen, die Früchte beginnen zu reifen. Wir feiern den längsten Tag und die kürzeste Nacht, ein Freudenfest.

Kräuterweih-/Schnitterin-Ritual

Termin: 13.8. 17 Uhr

Info und Anmeldung: Anne.bechtel[at]t-online.de

Telefon: 06122 / 8414

Einladung zum Kräuterweih-/Schnitterin-Ritual. Und die Linde war immer - und ist es bis heute - ein ganz und gar weiblicher  Baum!  Bei den nordischen Völkern und den Kelten war die Linde der Götting Freya geweiht - und sie war (und ist) der Baum der Freiheit, der milden Gerichtsurteile - und der Liebe.

Zeitpunkt ist die Phase des abnehmenden Mondes Anfang August. Ein beweglicher Ritualzeitpunkt. Wenn die Sichel abnehmend, sich konzentrierend und zusammenziehend ist. In unserem heutigen fremdbestimmten Leben legen wir das Fest immer auf ein Wochenende - besonders wenn wir in einer Gruppe feiern wollen. Es gibt für dieses Ritual mehrere Hintergründe, z. B. die Bezeichnung der Erntegöttin Lammas, Lughnasadh, Latha, Lunasdal, Ceres, Habondia, auch der Name Heros Lug oder Lugh. Die Große Mutter, die um den Kreislauf des Lebens weiß, wird jetzt zur unerbittlichen Schnitterin "...die sich vom Leben nährt, damit neues Leben heranwächst". Das bedeutet, daß der keltische "Gott"-Heros in dieser Zeit Abschied nehmen muß. Symbolisch steht er für das Wachstum, das aus der Göttin geboren wird. Er muss jetzt, wie das Korn auf dem Felde, "sterben", um im nächsten Frühjahr wieder aus der Unterwelt (der dunklen Zeit) auferstehen zu können. Letztendlich steckt eine große Liebe hinter dieser "Zerstörung", denn nur durch diesen Akt kann neues Leben entstehen - können wir selbst gesunden. Nur ich selbst kann entscheiden was in meinem Leben nicht mehr lebensfähig ist und mit meinen inneren Reißzähnen zerrissen werden muss.
Ein weiterer Aspekt ist das Weihen der Kräuterbüschel. Ihr könnt jetzt schon die Kräuterbüschel pflücken und an einem dunklen Ort zum Trocknen aufhängen.Wir können das aber am 7.8. auch gemeinsam machen.  Die Kräuterbüschel vom vergangenen Jahr werden wir an unserem Ritual verbrennen , um sie in den kosmischen Kreislauf zurückzuführen. Der verflüchtigende Rauch hilft uns, loszulassen und Schmerzliches ziehen zu lassen.

Es ist auch die Zeit der Kornmutter, die Muhme. An allen Ecken des Feldes wurden einige Ähren einfach stehengelassen. Unsere Ritualfarben sind alle beigen, orangenen und braunen Erdfarben. Die Ritualpflanze ist unser heiliger Kräuterstrauß. Der Strauß, der uns nun in die dunkle Zeit begleiten und beschützen wird.

"Erde, ich spüre dich, leise berühr ich dich. Dulde den Menschenfuß, fühl meinen Liebesgruß. Trägst mich bei jedem Schritt, nimmst meine Last noch mit, schenkst mir die Heimat hier, Erde ich danke dir."

Kursanmeldung

Kursanmeldung bitte telefonisch 0611-301694 oder per E-Mail unter anne.bechtel[at]t-online.de

Sie können auch gern das unten stehende Formular benutzen.